Lessingstrasse, Zürich
OOS hat die alte Gebäudestruktur der Lessingstrasse 11-17 mit sinnvollen baulichen Eingriffstiefen in einen progressiven Ort überführt. In der ehemaligen Seidenfärberei an der Lessingstrasse in Zürich entstand zusätzlich für das unkonventionelle und nachhaltige Unternehmen Fischer AG Immobilienmanagement eine geschossübergreifende Bürofläche mit Bürowald.
Eine alte Bausubstanz mit unterschiedlichsten Niveaus, kleinteiliger Geschossunterteilung, vielfältigen Raumstrukturen und Bausystemen – die Ausgangslage dieses Projektes war hochkomplex. OOS gelang es mit gezielten und unprätentiösen Eingriffen die alte Gebäudestruktur in einen eigenständigen, progressiven Ort zu überführen.
In einer Machbarkeitsstudie legte OOS zusammen mit der Eigentümerschaft die Visionen, Zielgruppen und zukünftigen Nutzungen fest und bestimmte die Eingriffstiefe. Ziel der geplanten Sanierung und Ertüchtigung war es, die einzigartige Wirkung der Gebäudestruktur auch für zukünftige Generationen zu erhalten.
Entsprechend sind nur dort Eingriffe getätigt worden, wo sie zur Erdbeben- und Brandschutzertüchtigung notwendig waren. Während die Dächer energetisch saniert wurden, sind die Fassaden nur im Bereich der Fensterbrüstungen innen gedämmt. Aussen ist die Erscheinung nur durch Abbrüche zur Bereinigung der Struktur verändert worden.
Im Innern sind die Treppenhäuser von Einbauten befreit und tragen mit dem neuen Lichtkonzept zum Auftritt der Liegenschaft bei. Wo möglich sind die unterschiedlichen Oberflächen und Strukturen belassen und mit feinen Eingriffen zu einer atmosphärisch stimmigen Einheit zusammengebunden worden. Neben den Treppenhäusern ist die freigelegte Sandstein-Stützmauer ein einzigartiges Element.
Biophiles Design für eine gesunde Arbeitsatmosphäre
Zusammen mit der Bauherrschaft Fischer AG Immobilienmanagement entwickelte OOS die Vision eines zweigeschossigen Grossraumbüros mit Überraschungseffekt. Der Anspruch: Es berücksichtigt die Bedürfnisse der verschiedenen organisatorischen Einheiten und macht die unkonventionelle Herangehensweise der Fischer AG Immobilienmanagement an Projekte erlebbar – räumlich, atmosphärisch und materiell.
Eine schmale interne Stahltreppe bindet die beiden Geschosse räumlich zusammen und ermöglicht die Trennung zwischen konzentriertem Arbeiten und den öffentlichen Nutzungen im oberen Geschoss. Das eigentliche Herzstück des Designs liegt im kleinen Büro-Wald beim Eingang. Wer eintritt steht überrascht vor einer grünen Wand.
Eine grosse Vielfalt an Pflanzen und überwältigend hohe Tannenbäume in riesigen Stahltrögen brechen den Blick in den Raum. Die Firmenwerte wurden in ein einzigartiges Raumerlebnis übersetzt, das dank Pflanzen und natürlichen Oberflächen auch als eine gesunde wie stimulierende Arbeitsumgebung wahrgenommen wird.
Projektdetails
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